Flugsportring Kraichgau e.V. SinsHEIM

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Knapp 30 km südöstlich und direkt in der Einflugschneise des Flughafens Stuttgart liegt der Flugplatz Grabenstetten. Hier durften wir unser diesjähriges Pfingstlager verbringen.

Von der mäßigen Wettervorhersage gänzlich unbeeindruckt hat sich vom 08.06 bis 15.06 ein illustres Grüppchen von 20 Urlaubern, 3 Einsitzern, 2 Doppelsitzern und ebenso vielen Hängern aufgemacht in Richtung Schwäbische Alb. Und siehe da: So schlecht war das Wetter gar nicht, Grabenstetten begrüßte uns mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Ideal, um den Flugplatz auszukundschaften, sich um die besten Camping- bzw Wohnwagenstellplätze zu streiten und sich mit unseren Gastgebern bekanntzumachen. Wer früh genug angereist war, dem hatte besonders dieser erste Tag auch fliegerisch so einiges zu bieten (über 400 km in 6 h).
Nach einem ausgiebigen Frühstück begann der nächste Tag mit einem Briefing, um sich in den hiesigen Flugplatz und mögliche Besonderheiten während des Flugbetriebs einweisen zu lassen. (Platzrunde, Lepo, Rückholer, essentiell wichtige Fragen der Bewirtung etc.). Die räumliche Nähe zum Stuttgarter Flughafen sollte auch hier wieder eine wichtige Rolle spielen: Damit man beispielsweise nicht versehentlich dem einen oder anderen Airliner in die Quere kommt, waren in unmittelbarer Flugplatzumgebung Flüge über 5500 Fuß nur bei Aktivierung des Segelflugsektors Alb Nord möglich und die entsprechende Frequenz des Flughafen Stuttgart immer mitzuhören.

Doch auch die beste Vorbereitung nützt einem nichts, wenn das Wetter nicht mitspielt. Statt der erhofften dreieinhalb Metern konstantes Steigen hatten wir eher dreieinhalb Tage konstantes Regnen. Macht aber nichts, Flieger haben ja schließlich immer einen Plan B und irgendetwas war hoffentlich für jede und jeden dabei. Die nahe gelegene Therme in Beuren, die noch näher gelegene Besenwirtschaft, das Shopping Outlet in Metzingen und sogar das Daimler- Museum in Stuttgart, sie alle hatten das Vergnügen zumindest mit einer Abordnung des FSR.

An dieser Stelle auch ein großes und herzliches Dankeschön an die örtliche Jugendgruppe. Parallel zu unserem Fluglager organisierten die Grabenstettener nämlich ein Schnupperfliegen. Für uns als Gäste hieß das jeden Tag aufs Neue spektakulärer Modellflug in der Abenddämmerung, beste Verpflegung (ggf. mit Grill) und gemütliches Beisammensitzen bis spät in die Nacht- bzw. wohl eher Morgenstunden. Langweilig wurde es also uns wirklich nicht.
Mein persönliches Highlight abseits der Fliegerei - ja, gegen Ende der Woche wurde das Wetter sehr viel besser - war dann aber doch die Werksbesichtigung plus Führung bei Schempp-Hirth in Kirchheim unter Teck. Ausgehend von dem begehrten Rohstoff Kohlefaser über das Zusammenpressen der Tragflächen bis hin zum fertig zusammengebauten Flieger staunten die Großen und Kleinen gleichermaßen über die Vielzahl und vor allem Präzision der einzelnen Arbeitsschritte bis so ein Flugzeug ... nun ja ... so richtig fliegen kann. Danke für diese Einblicke, auch wenn wir den nigelnagelneuen Discus 2c mit FES am Ende doch wieder los lassen mussten.
Alles in allem ein fliegerisch nicht ganz perfektes, aber gemeinschaftlich sehr gelungenes Fluglager. Bis zum nächsten Mal!

Text: Martin Köhl

Sinsheimer Segelkunstflugpiloten über Vielbrunn (Odenwald)

Einfache Bedingungen waren es nicht am Himmel über Vielbrunn, mit welchen die Sinsheimer Piloten Björn Muth und Robin Kemter in der Box – dem imaginären Würfel für die Kunstflugprogramme – konfrontiert waren. Wolken sorgten immer wieder für Unterbrechungen oder nicht ganz einfache Flüge.
Die beiden Sinsheimer nahmen am sogenannten Salzmann-Cup teil, einem überaus beliebten Segelkunstflugwettbewerb benannt nach dem Mitglied des FSR Kraichgau e.V. Wilhelm „Salzmann“ Duerkop, früher Steiger in einem Salzbergwerk. In diesem Jahr machte der Wettbewerbszirkus halt in Vielbrunn, die immer wieder wechselnden Orte sollen auch der Nachwuchsförderung dienen.
Björn Muth trat in der zweithöchsten Klasse „Advanced“ an, Robin Kemter in der höchsten Klasse der Kunstfliegerei, der „Unlimited“. Beide hatten leider einen holprigen Start in den Wettbewerb. Bei Björn Muth sorgte ein Richtungsfehler für teuren Punktverlust, welchen Ihn an das Ende des Feldes spülte. Robin Kemter erging es nach einem Fehler im ersten und zweiten Programm ähnlich, lediglich die guten restlichen Noten verhinderten einen zu großen Abstand zur Spitze.
Im letzten Durchgang, konnten die beiden Piloten mit jeweils Platz 6 nochmals Boden gutmachen und die Punktabstände verkleinern. Bei Björn Muth reichte es leider nicht, um vom letzten Platz nochmals deutlich nach vorne zu kommen, die Leistungsdichte im Segel-kunstflug ist entsprechend hoch. Robin Kemter konnte sich mit den zwei kleineren Fehlern noch Platz 8 sichern und somit unten den „Top-Ten“ bleiben.
Sogar aus Österreich waren einige Piloten angereist. Die Beliebtheit des auf 50 Startplätze beschränkten Wettbewerbs ist hoch. Nächste Station ist nun die Landesmeisterschaft, welche gemeinsam mit anderen Bundesländern in Nordhorn-Lingen gastiert. Bereits in der nächsten Woche geht es also wieder los für unsere Segelkunstflugpiloten..
Wer den Segelkunstflug gerne einmal „live“ miterleben oder einfach nur zusehen möchte, dem sei ein Besuch beim Flugsportring Kraichgau e.V. empfohlen. Beide Piloten werden auch am diesjährigen Flugtag faszinierende Manöver zeigen. Den 7. und 8.September sollte man sich also bereits jetzt im Kalender markieren..

Text / Bild: Flugsportring-Kraichgau e.V.

20190625 salzmanncup

Im Zeitraum 30.5.2019 bis 9.6.2019 trainierte der Landeskader Segelkunstflug wieder gemeinsam mit den Kollegen aus der Schweiz und Österreich unter den wachsamen Augen von Georg „Schorsch“ Dörder, Werner Gühring und Detlef Eilers. Auch für die Sinsheimer Kunstflugpiloten zählt dieses Training längst zum „Pflichtprogramm“. Eingebettet fand erstmalig auch die Fortbildung für Segelkunstfluglehrer und Trainer statt, welche als offizielle Bildungsmaßnahme etabliert werden konnte.
Mit insgesamt rund 35 Teilnehmern, sowie 10 Teilnehmern an der Bildungsmaßnahme selbst, erfreut sich die Veranstaltung bereits seit Jahren höchster Beliebtheit. Sicherlich trägt auch die Verpflegung hierzu bei, Marina Dörder darf man getrost als „mit allen kulinarischen Wassern gewaschen“ bezeichnen. Herzlichen Dank an dieser Stelle!
Fliegerisch galt es für die Teilnehmer neben der aktuellen „FreeKnown“, bei welcher fünf Figuren vorgegeben sind und weitere fünf durch den Piloten hinzugefügt werden, auch reichlich unbekannte Programme zu meistern. Worauf es hierbei im Speziellen ankommt, haben die Teilnehmer der Bildungsmaßnahme auch im Theorieteil erarbeitet. Abweichungen in Linien, Winkeln, Radien, all dies wurde im „Judging Seminar“ durch Schorsch entsprechend erläutert. Als Chief-Judge-Assistant seit langer Zeit auf jeder Weltmeisterschaft fest gebucht, konnte er natürlich detaillierten Input geben. Das neu erworbene Wissen wurde im Anschluss in praktischen Übungen entsprechend vertieft.
Wie sagt man eigentlich ein Programm korrekt für den Schiedsrichter an? Wie lässt sich dessen Kommentar möglichst schnell und präzise auf den Wertungsbogen notieren? Wie spreche ich all die schnellen Eindrücke auf Band, damit der Pilot bestmögliches Feedback erhält? Die Vertiefung brachte für alle Segelkunstfluglehrer, Trainer und Piloten entsprechende Fortschritte.

Für die richtige mentale Einstellung wurde ebenfalls gesorgt, z.B. mit der Einführung in Autogenes Training oder dem „Einschädeln“ des Programms. Der Segelkunstflug ist ein schneller Sport, entsprechend notwendig ist die mentale Vorbereitung eines jeden Fluges. Zeit zum Denken ist in der Senkrechten abwärts eben begrenzt..

Der zusätzliche Erfahrungsaustausch mit den Kollegen aus der Schweiz und Österreich rundete die Veranstaltung ab, auch kulinarisch, denn traditionell steuern die Kameraden aus der Schweiz ein Raclette-Abend bei. Konkurrenzdenken ist bei Segelkunstfliegern nicht wirklich gefragt. Man fliegt miteinander, nicht gegeneinander. Auch Flugzeuge werden durchaus öfter „getauscht“, oder man hilft sich mit anderen Utensilien aus, auch am Wettbewerb.
Vielleicht ist es genau dieser Geist, der die Szene aktuell kontinuierlich wachsen lässt..

Link zum Bilderblog:
https://www.flickr.com/photos/flugsportringkraichgau/albums/72157709038234168

Text/Bild: Robin Kemter

20190625 kunstflug

 

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