Flugsportring Kraichgau e.V. SinsHEIM

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…“das sind ja gleich drei Sachen auf einmal“.
So, oder so ähnlich könnte man die Kunstflug- (Spaß-) und Gourmetwoche auch beschreiben..

So, oder so ähnlich könnte man die Kunstflug- (Spaß-) und Gourmetwoche auch beschreiben..
Vom 22. - 28.8 trafen sich 27 Kunstfluginteressierte am Flugplatz Haiterbach-Nagold zur traditionellen Kunstflug- und Gourmetwoche. Ein herzliches Dankeschön an den FSV Nagold für die Gastfreundschaft und Ausrichtung der diesjährigen Aktion! Das Fluggelände ist der Kunstfliegerei ohnehin fest verbunden, begann hier schließlich auch der „Nagold-Cup“, welcher später zum „Salzmann-Cup“ wurde. Der Kreis schließt sich…
Unser herzlicher Dank gilt dem Förderverein Segelkunstflug Baden Württemberg für die Bereitstellung der ASK 21 (Salzlore), dem Fox (Leki) und der SZD 59 (Heuwägelchen), welche alle fleißig geflogen wurden. Der FSR Kraichgau unterstützte mit der vereinseigenen ASK 21 und der Remo als Schleppmaschine, wofür wir uns auch gerne auf diesem Weg bedanken möchten.
Trotz der bescheidenen Wettervorhersage wurde an jedem Tag geflogen und am Ende konnten 153 Schlepps verzeichnet werden. 1 Basisberechtigung, 3 neue Kunstflugberechtigungen und 2 Leistungsabzeichen (1 Bronze, 1 Silber), 1 F-Schleppberechtigung und zwei Trudeleinweisungen rundeten die Woche fliegerisch erfolgreich ab.
Unbedingt erwähnen möchten wir hier auch die Küchenfeen, welche uns wieder einmal bekocht und verwöhnt haben. Jeden Abend beim Einhallen duftete es bereits verführerisch aus den Töpfen und Pfannen und es gab keinen Zweifel, warum diese Maßnahme den Namen Kunstflug- und Gourmetwoche (K & G-Woche) trägt.
Eine rundum gelungene Veranstaltung, welche im nächsten Jahr erstmals unter neuer Leitung stattfinden wird. Nach 14 Jahren übergibt Tom Neudel (FSR Kraichgau e.V.) die K+G Woche nun an Björn Muth (ebenfalls FSR Kraichgau e.V.), wird uns aber als Teilnehmer und Fluglehrer erhalten bleiben.
Barbara Gerkhardt (2.Vorstand des Fördervereins Baden Württemberg) konnte Tom Neudel schließlich noch persönlich die goldene Ehrennadel für 35 Jahre Mitgliedschaft und Peter Schuon (1.Vorstand des FSV Nagold) die Ehrennadel in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft überreichen.
Vielen Dank euch beiden für euer Engagement für den Segelkunstflug!
Wir freuen uns schon wieder aufs nächste Jahr, wenn sich die Familie der Kunstflieger wieder trifft, um gemeinsam zu turnen und zu schlemmen…

Link zum Bilderblog FSR Kraichgau e.V.:
https://www.flickr.com/photos/flugsportringkraichgau/albums/72157719763114708

Text: Katja Frank / FSR Kraichgau e.V.
Bild: Toni Breuer

2021kunstflugwoche

- Jugend-Vergleichsfliegen mit „Wetterproblemen“ -

Widriger konnten die Umstände dieses Jahr wohl nicht sein: noch im Lockdown am Anfang der Saison, Abiturprüfungen, das kaputte Wohnmobil meines Rückholers und auch das Wetter wollte teilweise nicht so wirklich mitspielen. Trotzdem hat es mich dieses Jahr wieder aufs Jufli nach Leibertingen verschlagen und ich bin sogar diese seltsame 23 losgeworden, da hat unser Discus irgendwie mehr Komfort und Leistung hergegeben, was ein Wunder… An erster Stelle direkt ein fettes Dankeschön an meinen Papa, der zwei Tage geopfert hat, um meinen Flieger quer durch Süddeutschland zu kutschieren!
Die Woche selbst hat sehr durchgewachsen angefangen, den ganzen ersten Tag hat es durchgehend geregnet. Im Endeffekt war das aber auch eine sehr gute Gelegenheit, um ein paar Kontakte zu knüpfen und die ganzen anderen Teilnehmer kennenzulernen. Während einer Regenpause konnten wir auch kurz den Twin aus Tannheim aufbauen… grausames Gerät! Der zweite Tag war da nicht unbedingt besser. Obwohl der Regen aufgehört hatte, war der Boden noch extrem matschig, und obwohl wir alle Flieger aufbauten, war nicht mehr als ein Fünf-Minuten Flug drinnen.
Doch allmählich machte sich Optimismus breit, die Wettervorhersage für die darauffolgenden Tage wurde immer besser. Und so geschah es auch, bis auf einen Tag waren alle Tage uneingeschränkt fliegbar und wir konnten endlich das machen, wofür wir da waren: Fliegen und Kilometer „fressen“!
Durch einen recht starken beständigen Wind bildeten sich teilweise wunderschöne Wolkenstraßen auf der Alb, sodass man manche Schenkel fast nur im Geradeausflug ohne viele Kreise zurücklegen konnte. Für mich endeten aber leider alle Flüge auf irgendwelchen fremden Flugplätzen, nur einmal kann ich die Schuld auf eine Abschirmung, die restlichen gehen auf mein Konto. Und so besuchte ich an vier Tagen vier verschiedene Flugplätze: Hayingen, Neuhausen, Blaubeuren und Winzeln. Ein Freund von mir drückte es ganz gut aus: „Ich glaube, wenn Leibertingen zwei Wochen gehen würde, dann würdest du jeden Flugplatz in der Gegend kennen“.
So Unrecht hat er wahrscheinlich nicht. Naja, wenigstens musste ich nur in Blaubeuren allein verweilen, sonst waren mindestens zwei andere Flugzeuge aus dem Startfeld noch dabei. Besonders dabei war auf jeden Fall der Ausflug nach Winzeln, wo wir im Endeffekt zu fünft standen, nachdem sich der Schwarzwald recht seltsam entwickelt hatte und ein Vorankommen nahezu unmöglich war. Nachdem dann alle Flugzeuge vor der Halle aufgestellt wurden, um ein Gruppenbild zu machen, packte Winzeln ihre Remo-Flotte aus und einer nach dem anderen wurde zurückgeschleppt. Nach dem Rückflug, kurz Flieger einpacken und dann stand das legendäre Abschlussbüffet und die Siegerehrung bevor. Ein Aufstieg vom letzten Platz zum vorletzten (Platz 12)! MEGA! Danach wurde dann fleißig noch gefeiert und am nächsten Tag stand dann schon wieder die Heimreise auf dem Plan..
Abschließend lässt sich sagen, dass es eine wundervolle Woche war, wir alle viel Spaß hatten und ich wieder viel gelernt hab! Wer also mit dem Gedanken spielt, da mal teilzunehmen, für alle unter 25 ist es eine wahnsinnig gute Gelegenheit, um neue Erfahrungen zu machen und geile Leute kennenzulernen! Wenn’s sich die Möglichkeit ergibt, versuch ich auf jeden Fall nächstes Jahr wieder hinzugehen!


Link zum Bilderblog FSR Kraichgau e.V.:
https://www.flickr.com/photos/flugsportringkraichgau/albums/72157719817976935

Link zur Galerie des Wettbewerbs:
http://www.jufli-leibertingen.de/galerie.html

Text: Colin Taylor / FSR Kraichgau e.V.
Bild: Laura Weber

2021Jugend Vergleichsfliegen

- Jugendliche erkunden den Kraichgau -

Die Anreise in das Jugendlager Sinsheim erfolgt am Freitag dem 6. August 2021. Durch das anfangs regnerische Wetter und die nasse Wiese wurde der Plan von unserem Jugendleiter Jonas Kühn durcheinandergeworfen, unsere Lager direkt nach der Anreise aufzuschlagen. Aufgrund von Corona durften wir nicht in der Halle schlafen, sondern mussten unsere eigenen Zelte mitbringen. Vor dem Mittagessen haben wir die Flugzeuge ausgehallt und an den Start geschoben. Die Anstrengung war groß, ein Segelflugzeug mit einem Leergewicht von 380 kg die 1000 m lange Bahn hoch zu schieben! Nach einer kurzen Stärkung am Mittag konnten wir anschließend die Zelte aufbauen und danach endlich fliegen. Im doppelsitzigen Segelflugzeug haben wir mit dem Lehrer ein bis zwei Starts gemacht, um die Umgebung, wie auch den Flugplatz, kennenzulernen. Nach dem Flugbetrieb haben wir zu Abend gegessen und den Abend am Lagerfeuer ausklingen lassen.
Neben den Jugendvertretern des BWLV begrüßte uns auch Stadtrat und Oberbürgermeister-Stellvertreter Klaus Gaude in Sinsheim. Er ließ es sich ebenfalls nicht nehmen den Kraichgau auch von oben näher kennenzulernen und startete kurzerhand zum Flug im Doppelsitzer. Nun war das JuLa 2021 auch offiziell eröffnet!
Am Anfang der Woche war das Wetter nicht das Beste, aber zu unserem Glück durften wir in Sinsheim das Technik Museum besuchen. Die Flugzeuge, die wir zu Beginn nur von außen sahen, waren von Nahem noch viel größer als anfangs gedacht. Das Technikmuseum deckte sehr viele Bereiche der Geschichte des Fliegens als auch des Fahrens ab. Zu sehen gab es größtenteils Flieger, die den Zeitbereich vom ersten bis nach dem zweiten Weltkrieg abdeckten. Alte, aber dennoch bekannte Holzsegelflugzeuge aus den 60er Jahren gab es auch zu sehen, zum Beispiel eine KA8, Grunau Baby, SG38, aber auch sehr ungewöhnliche Flugzeuge – auch Muskelkraft betriebene ultraleicht Flugzeuge gab es zu bestaunen. Die aber mit Abstand imposantesten Flugobjekte waren aber die gigantische Tupolew und Concord, die auf dem Museum befestigt sind. Interessant zu sehen war, wie wenig Platz in den beiden, schlanken Rümpfen ist. Der „Aufstieg“ zum Cockpit war schwierig, eine große Menschenmasse hatte dasselbe Ziel wie wir und das Flugzeug war zu allem Übel auch noch nach oben geneigt.
Das später gute Wetter machten nicht nur wir uns zu Nutze, sondern auch die Heißluftballon-Fahrer aus Pforzheim. Diese bauten am Mittwoch den 11. August am späten Nachmittag ihren Heiß-Luftballons auf und starten mit dem Wind nach Norden.
Doch auch wir wollten nicht unbemerkt bleiben und zogen mit einer zusätzlichen Attraktion die Aufmerksamkeit auf uns, denn wir führten F-Schlepps mit Kunstflug durch. Mit Steilspiralen, Loopings und Turns waren die 1000 m Schlepphöhe schnell abgebaut. Für viele Teilnehmer war es der erste Kunstflug, die meisten Schüler stiegen danach mit einem Strahlen im Gesicht aus dem Segelflieger und dem sicheren Vorsatz, ebenso später, wenn möglich, eine Kunstflug-Ausbildung zu absolvieren. Trotz der Tatsache, dass am Anfang dieses Tages noch alle aufgrund der defekten Winde niedergeschlagen waren, hatte sich der Tag doch noch als erfolgreich erwiesen. Unser großer Dank gilt all denen, die es geschafft haben, die Winde innerhalb eines Tages wieder zu reparieren, um uns somit schon am nächsten Tag einen normalen Flugbetrieb zu ermöglichen!
Durch die großen Mühen aller Beteiligten und die gute Zusammenarbeit war es möglich an den neun Flugtagen, bis zum Ende des Fluglagers 280 Starts zu absolvieren und vier Flugschüler schafften es innerhalb dieser Zeit, ihren Alleinflug zu absolvieren. Der Tag des ersten Alleinflugs ist immer ein besonderer Tag, hier muss man alle Bedenken und Sorgen beiseitelegen! Allen Allein-Fliegern gelang dies und sie konnten ihren ersten Allein-Flug super meistern!
Selbst am letzten Fluglagertag wurde noch mal geflogen was das Zeug hält! Mit vielen neuen Umschulungen wurde der Tag fliegerisch erfolgreich absolviert. Der Abschluss-Abend war sehr schön und man hat sehr viele Dinge über seine neu kennengelernten Freunde erfahren. Mit amüsanten Geschichten rund um das Lagerfeuer hat man den letzten Abend in der Truppe genossen. Die Zeit verging wie im Flug und der Abreisetag war gekommen. Das Saubermachen und Aufräumen der Wirtschaft und der eigenen Zelte war nun angesagt. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns voneinander und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Link zum Bilderblog:
https://www.flickr.com/photos/flugsportringkraichgau/albums/72157719809400810

Text: Jule Wagner / Sebastian Michelberger / FSR Kraichgau e.V.
Bild: Teilnehmer / FSR Kraichgau e.V.

2021jula

 

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