Flugsportring Kraichgau e.V. SinsHEIM

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- Robin Kemter erfliegt sich Vize-Landesmeistertitel -
Bei den kürzlich beendeten Niedersächsischen Blockmeisterschaften im Segelkunstflug konnte sich Robin Kemter vom Flugsportring Kraichgau den 2. Platz in der Gesamtwertung, sowie der Länderwertung erfliegen. Der Titel des Vize-Landesmeisters in der UNLIMITED Klasse – sozusagen der Formel 1 des Segelkunstflugs – geht somit nach Sinsheim.
Bei anschließenden Freestyle-Cup, bei welchem die Kunstflugfiguren mit Rauch zur Musik geflogen werden. konnte Kemter ebenfalls mit seinem Programm punkten und landete mit Platz 3 nochmals auf dem Podium.
Im Segelkunstflug gilt es, ähnlich z.B. wie im Eiskunstlauf, die Figuren und Programme möglichst präzise vor den Schiedsrichtern in einer vorgeschriebenen „Box“ zu fliegen. Dieser imaginäre Würfel mit 1000m Kantenlänge wird durch große Tücher am Boden sichtbar für die Piloten markiert und von den Schiedsrichtern überwacht. In der UNLIMITED Klasse gilt es für die Piloten alle nur erdenklichen Figuren zu meistern, bei den ständig sich ändernden Fluglagen nicht die Orientierung zu verlieren und den auftretenden G-Kräften dabei zu trotzen. Damit ein Segelflugzeug überhaupt für diese Kunststücke zugelassen werden kann, muss es übrigens mindestens +7g und -5g aushalten, natürlich mit zusätzlichen Sicherheitsfaktoren. Damit spielen diese Flugzeuge sozusagen in der Liga der Tornado-Jets.
Die Freestyle-Kür von Robin Kemter wird übrigens auch am Flugtag des Flugsportring-Kraichgau e.V. während des 7. und 8. Septembers im Sinsheimer Wiesental zu sehen sein. Zusätzlich erwartet der Flugsportring Kraichgau e.V. noch etliche weitere Highlights zu diesem Event.

Mehr Informationen zum geplanten Programm könnten Interessierte hier finden:
https://www.flugtag-sinsheim.de/flugtag-sinsheim/flugtagheft

Text: FSR Kraichgau e.V.
Bild: FSR Kraichgau e.V.

2019 07 16 Landesmeisterschaften Segelkunstflug

Knapp 30 km südöstlich und direkt in der Einflugschneise des Flughafens Stuttgart liegt der Flugplatz Grabenstetten. Hier durften wir unser diesjähriges Pfingstlager verbringen.

Von der mäßigen Wettervorhersage gänzlich unbeeindruckt hat sich vom 08.06 bis 15.06 ein illustres Grüppchen von 20 Urlaubern, 3 Einsitzern, 2 Doppelsitzern und ebenso vielen Hängern aufgemacht in Richtung Schwäbische Alb. Und siehe da: So schlecht war das Wetter gar nicht, Grabenstetten begrüßte uns mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Ideal, um den Flugplatz auszukundschaften, sich um die besten Camping- bzw Wohnwagenstellplätze zu streiten und sich mit unseren Gastgebern bekanntzumachen. Wer früh genug angereist war, dem hatte besonders dieser erste Tag auch fliegerisch so einiges zu bieten (über 400 km in 6 h).
Nach einem ausgiebigen Frühstück begann der nächste Tag mit einem Briefing, um sich in den hiesigen Flugplatz und mögliche Besonderheiten während des Flugbetriebs einweisen zu lassen. (Platzrunde, Lepo, Rückholer, essentiell wichtige Fragen der Bewirtung etc.). Die räumliche Nähe zum Stuttgarter Flughafen sollte auch hier wieder eine wichtige Rolle spielen: Damit man beispielsweise nicht versehentlich dem einen oder anderen Airliner in die Quere kommt, waren in unmittelbarer Flugplatzumgebung Flüge über 5500 Fuß nur bei Aktivierung des Segelflugsektors Alb Nord möglich und die entsprechende Frequenz des Flughafen Stuttgart immer mitzuhören.

Doch auch die beste Vorbereitung nützt einem nichts, wenn das Wetter nicht mitspielt. Statt der erhofften dreieinhalb Metern konstantes Steigen hatten wir eher dreieinhalb Tage konstantes Regnen. Macht aber nichts, Flieger haben ja schließlich immer einen Plan B und irgendetwas war hoffentlich für jede und jeden dabei. Die nahe gelegene Therme in Beuren, die noch näher gelegene Besenwirtschaft, das Shopping Outlet in Metzingen und sogar das Daimler- Museum in Stuttgart, sie alle hatten das Vergnügen zumindest mit einer Abordnung des FSR.

An dieser Stelle auch ein großes und herzliches Dankeschön an die örtliche Jugendgruppe. Parallel zu unserem Fluglager organisierten die Grabenstettener nämlich ein Schnupperfliegen. Für uns als Gäste hieß das jeden Tag aufs Neue spektakulärer Modellflug in der Abenddämmerung, beste Verpflegung (ggf. mit Grill) und gemütliches Beisammensitzen bis spät in die Nacht- bzw. wohl eher Morgenstunden. Langweilig wurde es also uns wirklich nicht.
Mein persönliches Highlight abseits der Fliegerei - ja, gegen Ende der Woche wurde das Wetter sehr viel besser - war dann aber doch die Werksbesichtigung plus Führung bei Schempp-Hirth in Kirchheim unter Teck. Ausgehend von dem begehrten Rohstoff Kohlefaser über das Zusammenpressen der Tragflächen bis hin zum fertig zusammengebauten Flieger staunten die Großen und Kleinen gleichermaßen über die Vielzahl und vor allem Präzision der einzelnen Arbeitsschritte bis so ein Flugzeug ... nun ja ... so richtig fliegen kann. Danke für diese Einblicke, auch wenn wir den nigelnagelneuen Discus 2c mit FES am Ende doch wieder los lassen mussten.
Alles in allem ein fliegerisch nicht ganz perfektes, aber gemeinschaftlich sehr gelungenes Fluglager. Bis zum nächsten Mal!

Text: Martin Köhl

Sinsheimer Segelkunstflugpiloten über Vielbrunn (Odenwald)

Einfache Bedingungen waren es nicht am Himmel über Vielbrunn, mit welchen die Sinsheimer Piloten Björn Muth und Robin Kemter in der Box – dem imaginären Würfel für die Kunstflugprogramme – konfrontiert waren. Wolken sorgten immer wieder für Unterbrechungen oder nicht ganz einfache Flüge.
Die beiden Sinsheimer nahmen am sogenannten Salzmann-Cup teil, einem überaus beliebten Segelkunstflugwettbewerb benannt nach dem Mitglied des FSR Kraichgau e.V. Wilhelm „Salzmann“ Duerkop, früher Steiger in einem Salzbergwerk. In diesem Jahr machte der Wettbewerbszirkus halt in Vielbrunn, die immer wieder wechselnden Orte sollen auch der Nachwuchsförderung dienen.
Björn Muth trat in der zweithöchsten Klasse „Advanced“ an, Robin Kemter in der höchsten Klasse der Kunstfliegerei, der „Unlimited“. Beide hatten leider einen holprigen Start in den Wettbewerb. Bei Björn Muth sorgte ein Richtungsfehler für teuren Punktverlust, welchen Ihn an das Ende des Feldes spülte. Robin Kemter erging es nach einem Fehler im ersten und zweiten Programm ähnlich, lediglich die guten restlichen Noten verhinderten einen zu großen Abstand zur Spitze.
Im letzten Durchgang, konnten die beiden Piloten mit jeweils Platz 6 nochmals Boden gutmachen und die Punktabstände verkleinern. Bei Björn Muth reichte es leider nicht, um vom letzten Platz nochmals deutlich nach vorne zu kommen, die Leistungsdichte im Segel-kunstflug ist entsprechend hoch. Robin Kemter konnte sich mit den zwei kleineren Fehlern noch Platz 8 sichern und somit unten den „Top-Ten“ bleiben.
Sogar aus Österreich waren einige Piloten angereist. Die Beliebtheit des auf 50 Startplätze beschränkten Wettbewerbs ist hoch. Nächste Station ist nun die Landesmeisterschaft, welche gemeinsam mit anderen Bundesländern in Nordhorn-Lingen gastiert. Bereits in der nächsten Woche geht es also wieder los für unsere Segelkunstflugpiloten..
Wer den Segelkunstflug gerne einmal „live“ miterleben oder einfach nur zusehen möchte, dem sei ein Besuch beim Flugsportring Kraichgau e.V. empfohlen. Beide Piloten werden auch am diesjährigen Flugtag faszinierende Manöver zeigen. Den 7. und 8.September sollte man sich also bereits jetzt im Kalender markieren..

Text / Bild: Flugsportring-Kraichgau e.V.

20190625 salzmanncup